Spectacular Society
Christa Joo Hyun D'Angelo

September 3 - October 1, 2011

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Often resembling deconstructed romance novels; Christa Joo Hyun D’Angelo’s books seduce viewers using the slick language of advertising and its serial appeals to purchase.

The pieces in Spectacular Society are manic alterations of books that reveal the structure of commercial seduction through obscuring its main characters; models, products, sex, luxury. Using a subtractive process and a tool not unlike a scalpel, D’Angelo obfuscates movie posters and Taschen books, in one instance, compounding the mystical allure of Isabella Rosellini by altering a still from Blue Velvet.

For her installation at Galerie Suvi Lehtinen, D’Angelo plays with the pedagogy of Hollywood by positioning her pieces dramatically on identical IKEA pedestals, a smirking nod to Guy Debord’s crass “spectacle.” However, D’Angelo’s referendum on sameness is belied by the obsessive, yet measured, nature of her craftsmanship. D’Angelo’s hand is most certainly the protagonist in her compulsively worked pieces, and is the vehicle through which her critique of pop culture machinery is most clearly elucidated.

D’Angelo gravitates towards highly saturated colors and fleshy body parts, heightening the cinematic promise of each piece and often alluding to acts of past violence with Bellmeresque limbs and unsettling invitations. Having previously studied Polish Poster Art in Krakow, her work seems both informed by and critical of, propagandistic design.


de

Christa Joo Hyun D'Angelos Bücher ähneln dekonstruierten Liebesromanen und verführen ihre Betrachter mit der glatten Sprache der Werbung und ihren beständigen Kaufaufforderungen.

Die Arbeiten in Spectacular Society sind manische Bearbeitungen von Büchern, die den Aufbau kommerzieller Verführung enthüllen, indem sie ihre Hauptcharakteristika verschleiern: Models, Produkte, Sex und Luxus. Mit einem subtraktiven Verfahren und einem Werkzeug, das sie einem Skalpell nicht unähnlich einsetzt, verunklart D'Angelo Filmplakate ebenso wie Bücher des "des TASCHEN-Verlages" und macht beispielsweise in der Veränderung eines Stills aus Blue Velvet die mystische Faszination Isabella Rosellinis greifbar.

Für ihre Installation in der Suvi Lehtinen Galerie spielt D'Angelo mit der Pädagogik Hollywoods, indem sie ihre Arbeiten effektvoll auf einheitlichen IKEA-Ständern platziert – ein humorvoller Verweis auf Guy Debords „Spektakel“.D'Angelos Position zur Gleichheit wird jedoch durch die obsessive, aber dennoch abwägende Natur ihrer Kunstfertigkeit hintertrieben. D'Angelos Hand ist mit Sicherheit die Protagonistin ihrer zwanghaft gearbeiteten Werke, und sie ist das Vehikel, durch das D'Angelos Kritik der Maschinerie der Popkultur sich am deutlichsten offenbart.

D'Angelo ist zu stark gesättigten Farben und fleischigen Körperteilen hingezogen, was die filmische Verheißung eines jeden Werkes auf die Spitze treibt und mit bellmeresquen Gliedmaßen und beunruhigenden Aufforderungen oftmals auf vergangene Gewalt anspielt. Aufgrund ihrer früheren Auseinandersetzung mit polnischer Plakatkunst in Krakau ist D'Angelos Arbeit sowohl von propagandistischem Design beeinflusst als auch ihm gegenüber kritisch.